Die Holzwirtschaft Hasselfeldes

Die Waldwirtschaft wurde nach 1945 zunächst in herkömmlicher Weise fortgesetzt. In den 50er und 60er Jahren kamen dann Motorsägen und später weitere, zum Teil schwere Techniken für Rücken, Beladen und Abfahren des Holzes zum Einsatz. Mit zunehmender Motorisierung der Forstwirtschaft wurde es notwendig, für die vielen Geräte und Maschinen einen Reparaturbetrieb einzurichten. Er befand sich in der Nordhäuser Straße auf dem Grundstück des heutigen Auto- und Motorradhauses. Die Neuorganisation der Forstwirtschaft nach 1989, in Verbindung mit der Privatisierung erheblicher Waldflächen, führte zur Auflösung dieses Reparaturbetriebes sowie auch der gesamten Forstverwaltung in Hasselfelde.

Vor 1945 fand die Holzverarbeitung in drei Sägewerken statt. Das größte davon, ehemals Sägewerk Buchholz, wurde Volkseigentum und größeren überregionalen Strukturen eingegliedert. Dadurch erfolgten hier am Ort Erweiterungen und Modernisierungen. Neben Schnittholz wurden auch Kisten für die Fischindustrie hergestellt. Im Jahre 1992 ist das Werk jedoch aus nicht nachvollziehbaren Gründen stillgelegt worden, und heute sind die nicht genutzten, maschinenleeren Gebäude dem Verfall preisgegeben und wurden 2004 abgerissen. Ein weiterer Schwerpunkt der Holzwirtschaft war die Holzverkohlung, die heute noch im begrenzten Umfang am Stemberghaus betrieben wird. In einem Museum ist die Entwicklung dieses alten Harzhandwerks dokumentiert.
 
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