Der Neuanfang im Sommer 1945

Der Neuanfang im Sommer des Jahres 1945 gestaltete sich sehr schwierig. Zum einen erhob die Besatzungsmacht Reparationsforderungen und begann mit der Demontage von Werken, Fabriken und Eisenbahnen. Hasselfelde war besonders im Verkehrswesen durch die Demontage der Selketalbahn betroffen. Es verblieb nur noch das Teilstück Stiege-Hasselfelde und damit die Bahnverbindung HasselfeIde-Nordhausen, die ab Eisfelder Talmühle an die Harzquerbahn nach Wernigerode und zum Brocken angeschlossen war. Zum anderen ließ Stalin in der Sowjetischen Besatzungszone die Grundlagen für eine kommunistischen Diktatur nach dem Vorbild der Sowjetunion errichten.

Damit veränderte sich das gesellschaftliche Leben auch in Hasselfelde grundlegend. Im öffentlichen Dienst und in der Schule wurden Personen, die von Hitlers Nationalsozialismus belastet waren durch andere ersetzt, die im Sinne der Sowjetideologie arbeiteten. Letztere verfügten dabei nicht immer über die notwendige Qualifikation für die ihnen zugeteilten Aufgaben, was sich in den Zielsetzungen der Stadtverwaltung und damit auch im äußeren Erscheinungsbild der Stadt niederschlug. Auch im Ausbildungssektor wurden Arbeiter und Bauern vorrangig gefördert.
 
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